Vergleich

Projektmanagement-Apps: Trello, Asana & Notion verglichen

Vier der meistgenutzten Projektmanagement-Tools im direkten Vergleich – wir zeigen, welches für welche Teamgröße und welchen Arbeitsstil am besten geeignet ist.

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Von applish-Redaktion | 26. März 2026 | 11 Min. Lesezeit Aktualisiert: März 2026

Wer remote arbeitet, braucht ein zuverlässiges System zur Aufgaben- und Projektverwaltung. Trello, Asana, Notion und Monday.com gehören zu den meistgenutzten Tools in diesem Bereich – aber sie verfolgen sehr unterschiedliche Ansätze. Dieser Vergleich hilft dir, das Richtige für dein Team zu finden.

Trello: Einfach, visuell, intuitiv

Trello basiert auf dem Kanban-Prinzip: Aufgaben werden als Karten auf Boards mit Spalten (z. B. "To Do", "In Progress", "Done") organisiert. Es ist das einsteigerfreundlichste der vier Tools.

Trello im Überblick
  • Stärken: Sehr einfach zu bedienen, schneller Start, gute Übersicht
  • Schwächen: Wenig Automatisierung, kein Gantt-Chart in der Basisversion, begrenzte Berichts-Funktionen
  • Preis: Free (unbegrenzte Karten, 10 Boards), Standard ~5 €/Nutzer/Monat, Premium ~10 €/Nutzer/Monat
  • Ideal für: Kleine Teams, einfache Projekte, visuell orientierte Nutzer

Asana: Strukturiertes Projektmanagement für wachsende Teams

Asana bietet mehr Struktur als Trello: Aufgaben können mit Abhängigkeiten, Zeitachsen, Workloads und Automatisierungen versehen werden. Die Lernkurve ist steiler, aber der Funktionsumfang ist größer.

Asana im Überblick
  • Stärken: Aufgaben-Abhängigkeiten, Zeitleiste (Gantt), Portfolios, Workload-Management
  • Schwächen: Teurer als Trello, Einarbeitungsaufwand höher, kein eingebautes Wiki
  • Preis: Free (15 Nutzer, Basisfunktionen), Starter ~11 €/Nutzer/Monat, Advanced ~25 €/Nutzer/Monat
  • Ideal für: Teams ab 5 Personen mit komplexen Projekten und Abhängigkeiten

Notion: All-in-one Workspace mit Projektmanagement-Funktion

Notion ist primär ein Wissensmanagement-Tool, hat aber in den letzten Jahren seine Datenbank-Funktionen so ausgebaut, dass es für viele Teams als vollständiger Projektmanagement-Ersatz dient. Der besondere Vorteil: Dokumentation und Aufgaben in einem System.

Notion im Überblick
  • Stärken: Wiki + Projektmanagement in einem, extrem flexibel, schöne Darstellung
  • Schwächen: Kann bei großen Teams unübersichtlich werden, kein natives Gantt-Chart (nur mit Workaround), kein Workload-Management
  • Preis: Free (Einzelpersonen), Plus ~9,50 €/Nutzer/Monat, Business ~14 €/Nutzer/Monat
  • Ideal für: Teams, die Wissensmanagement und Projektmanagement kombinieren wollen

Monday.com: Enterprise-Projektmanagement mit hohem Komfort

Monday.com positioniert sich als "Work OS" – ein vollständiges Betriebssystem für die Teamarbeit. Es bietet die meisten Funktionen der vier Vergleichstools, ist aber auch am teuersten.

Monday.com im Überblick
  • Stärken: Sehr umfangreich, viele Ansichten (Board, Timeline, Gantt, Kalender), starke Automatisierungen
  • Schwächen: Teuer (Mindestpreise für 3 Nutzer), komplexe Preisstruktur, Einarbeitungsaufwand
  • Preis: Basic ~9 €/Nutzer/Monat (mind. 3 Nutzer), Standard ~12 €, Pro ~19 €
  • Ideal für: Mittelgroße bis große Teams mit vielfältigen Prozessen und Budget für Tools
"Das beste Projektmanagement-Tool ist das, das dein Team tatsächlich benutzt – nicht das mit den meisten Funktionen."

Direktvergleich: Welches Tool für wen?

Unsere Empfehlungen:
  • Einzelperson / Freelancer: Notion Free oder Trello Free
  • Kleines Remote-Team (2–5 Personen): Trello Standard oder Notion Plus
  • Wachsendes Team (5–20 Personen): Asana Starter oder Monday.com Standard
  • Komplexe Projekte mit Zeitplanung: Asana Advanced oder Monday.com Pro
  • Wissen + Projekte kombiniert: Notion Business

Kostenvergleich im Überblick

Bei 5 Teammitgliedern ergeben sich folgende monatliche Kosten (bei Jahresabrechnung):

  • Trello Free: 0 € (mit Einschränkungen)
  • Trello Standard: ~25 € gesamt
  • Notion Plus: ~47,50 € gesamt
  • Asana Starter: ~55 € gesamt
  • Monday.com Standard: ~60 € gesamt

Integration mit Kommunikations-Tools

Alle vier Tools lassen sich mit den gängigen Kommunikations-Apps integrieren. Besonders relevant für Remote-Teams:

  • Alle vier bieten Slack-Integration (Benachrichtigungen, Aufgaben aus Slack erstellen)
  • Asana und Monday.com haben direkte Microsoft Teams-Integration
  • Notion lässt sich gut mit Loom kombinieren (Video-Embeds in Notizen)
  • Trello bietet eine umfangreiche Power-Up-Bibliothek für Integrationen
Unser Fazit: Für die meisten kleinen Remote-Teams ist Trello oder Notion die sinnvollste Wahl – günstig, einfach zu bedienen und sofort produktiv. Wer komplexere Projekte mit Abhängigkeiten und Zeitplanung benötigt, sollte Asana in Betracht ziehen. Monday.com ist die mächtigste Lösung, richtet sich aber eher an Teams mit entsprechendem Budget und Bedarf.

Häufige Fragen zum Projektmanagement-Vergleich

Welches Projektmanagement-Tool ist am einfachsten zu bedienen?
Trello ist das einsteigerfreundlichste Tool – die Kanban-Struktur ist sofort verständlich und neue Nutzer sind innerhalb von Minuten produktiv.
Kann Notion Asana ersetzen?
Für einfache Projektmanagement-Anforderungen: ja. Notion fehlen aber Funktionen wie Aufgaben-Abhängigkeiten, Workload-Management und ein natives Gantt-Chart, die Asana bietet.
Welches Tool ist am besten für Remote-Teams?
Alle vier sind für Remote-Arbeit geeignet. Die Wahl hängt von der Teamgröße und den Anforderungen ab: Trello für Einfachheit, Asana für Struktur, Notion für kombiniertes Wissensmanagement.
Gibt es kostenlose Alternativen?
Ja: Trello Free, Notion Free (für Einzelpersonen) und Asana Free (bis 15 Nutzer mit Basisfunktionen) sind vollständig nutzbare kostenlose Einstiege.
Quellen & weiterführende Links
  • Trello: trello.com
  • Asana: asana.com
  • Notion: notion.so
  • Monday.com: monday.com
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