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CRM Apps im Vergleich: Welches Tool passt zu dir?

Ein CRM-System ist das Herzstück jeder strukturierten Kundenkommunikation. Doch welche App ist die richtige – HubSpot, Pipedrive, Zoho oder doch eine Eigenentwicklung in Notion? Wir haben die wichtigsten Optionen für Remote-Teams verglichen.

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Von applish-Redaktion | 26. März 2026 | 9 Min. Lesezeit Aktualisiert: März 2026

Customer-Relationship-Management, kurz CRM, klingt nach großem Unternehmens-IT. Dabei braucht heute jedes Team, das regelmäßig mit Menschen in Kontakt steht – ob Kunden, Interessenten oder Partnern – eine strukturierte Art, diese Beziehungen zu verwalten. Ohne CRM verliert man schnell den Überblick: Wer hat zuletzt mit wem gesprochen? Was wurde vereinbart? Was ist der nächste Schritt?

Für Remote-Teams ist ein gutes CRM sogar noch wichtiger, weil die informellen Gespräche auf dem Flur fehlen, die im Büro als informelle Wissensbasis dienen.

Was ein CRM leisten sollte

Bevor wir einzelne Tools vorstellen, lohnt ein kurzer Blick auf die Kernfunktionen, die ein CRM haben sollte:

  • Kontaktverwaltung mit Aktivitätshistorie
  • Aufgaben und Follow-up-Erinnerungen
  • Pipeline-Ansicht für laufende Prozesse
  • Teamzugriff und Rechteverwaltung
  • Integration mit E-Mail und Kalender
  • Berichte und Auswertungen

Je nach Teamgröße und Anwendungsfall können weitere Features relevant sein – zum Beispiel E-Mail-Marketing-Automatisierung oder Telefonie-Integration.

HubSpot CRM – Der Platzhirsch mit großzügigem Gratis-Plan

HubSpot ist das bekannteste CRM-Tool der Welt und bietet einen kostenlosen Plan an, der für kleine Teams erstaunlich umfangreich ist. Kontakte, Deals, Aktivitäten, E-Mail-Integration, ein Live-Chat-Widget – all das gibt es ohne Aufpreis.

HubSpot CRM – Stärken und Schwächen
  • Kostenloser Plan für unbegrenzte Nutzer und bis zu 1 Mio. Kontakte
  • Sehr gute E-Mail-Integration (Gmail & Outlook)
  • Große Lernkurve bei den kostenpflichtigen Marketing-Features
  • Kostenpflichtige Pläne werden schnell teuer (ab 20 €/Monat aufwärts)

Der Haken: Sobald man über den kostenlosen Plan hinauswächst – etwa weil man E-Mail-Sequenzen oder erweiterte Berichtsfunktionen benötigt – wird HubSpot schnell zu einer der teuersten Optionen auf dem Markt.

Pipedrive – Klar strukturiert für kleine Teams

Pipedrive wurde speziell mit dem Fokus auf Pipeline-Management entwickelt. Die visuelle Drag-and-Drop-Pipeline ist intuitiv und macht es leicht, den Status jedes laufenden Prozesses auf einen Blick zu erfassen.

Der Einstiegspreis liegt bei rund 14 Euro pro Nutzer und Monat. Dafür bekommt man ein sauber strukturiertes Tool, das keine Einarbeitungszeit voraussetzt. Für Details zu den Praxiserfahrungen mit Pipedrive lohnt sich unser separater Artikel.

Gut zu wissen: Pipedrive bietet eine 14-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkartenpflicht. Ideal, um das Tool vor dem Kauf auszuprobieren.

Zoho CRM – Das Schweizer Taschenmesser

Zoho ist weniger bekannt als HubSpot oder Pipedrive, bietet aber einen beeindruckend breiten Funktionsumfang zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Der Standard-Plan kostet rund 20 Euro pro Nutzer und Monat und enthält Features, für die man bei anderen Anbietern deutlich mehr zahlt.

Besonders stark ist Zoho bei der Integration mit dem eigenen Software-Ökosystem: E-Mail, Buchhaltung, Projektmanagement, HR – alles aus einer Hand. Für Teams, die mehrere Zoho-Tools nutzen möchten, entsteht dadurch ein echter Vorteil.

Der Nachteil: Die Benutzeroberfläche wirkt im Vergleich zu HubSpot und Pipedrive etwas veraltet und weniger intuitiv. Neue Nutzer brauchen mehr Einarbeitungszeit.

Notion als CRM – Flexibel, aber aufwändiger

Notion ist eigentlich ein Notiz- und Projektmanagement-Tool, kann aber mit den richtigen Templates als einfaches CRM genutzt werden. Die Flexibilität ist enorm – man kann die Datenbankstruktur exakt nach den eigenen Bedürfnissen aufbauen.

"Ein CRM aus Notion ist wie ein maßgeschneidertes Möbelstück: perfekt passend, aber man muss es erst bauen."

Für Teams, die ein bereits fertiges System suchen, ist Notion als CRM jedoch zu aufwändig. Wer bereit ist, Zeit in die Einrichtung zu investieren, erhält dafür maximale Flexibilität zu einem günstigen Preis (ab 10 Euro/Nutzer/Monat).

Vergleichstabelle: CRM-Apps auf einen Blick

  • HubSpot: Kostenlos bis 1 Mio. Kontakte | Einstiegshürde niedrig | Wächst mit teuren Plänen
  • Pipedrive: Ab 14 €/Nutzer/Monat | Sehr intuitiv | Pipeline-Fokus
  • Zoho CRM: Ab 20 €/Nutzer/Monat | Breites Ökosystem | Lernkurve höher
  • Notion: Ab 10 €/Nutzer/Monat | Maximale Flexibilität | Kein fertiges CRM

Welches CRM für welches Team?

Die Wahl des richtigen CRMs hängt stark von der Teamgröße, dem Budget und den spezifischen Anforderungen ab. Kleine Teams unter 10 Personen fahren mit dem kostenlosen HubSpot-Plan meist sehr gut. Wer eine klare Pipeline-Struktur und wenig Einarbeitungszeit möchte, greift zu Pipedrive. Technisch versierte Teams mit speziellen Anforderungen sollten Zoho oder Notion prüfen.

Wichtig ist dabei: Das beste CRM ist dasjenige, das das Team auch wirklich täglich nutzt. Eine leere Datenbank bringt niemanden weiter.

Unser Urteil

HubSpot für Einsteiger und kleine Teams (kostenlos starten), Pipedrive für strukturierte Pipelines, Zoho für komplexe Anforderungen mit Budget-Fokus. Notion nur für Teams mit Zeit zur Eigenentwicklung.

Quellen & weiterführende Links
  • HubSpot Preise: hubspot.com/pricing
  • Pipedrive Preise: pipedrive.com/de/pricing
  • Zoho CRM: zoho.com/crm/pricing.html
  • Notion für CRM: notion.so/templates/crm
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